5 Bücher für den Frühling

Eigentlich braucht es keine Gründe, um zu lesen. Wenn wir aber einen vorschieben sollten, dann diesen: Die schöne Jahreszeit steht bevor und die Tage werden wieder länger. Perfekte Wetterbedingungen also, um mit einem Buch in der Hand die Sonne zu genießen.

Titelbild: Ioann-Mark Kuznietsov

„Auf allen vieren“ von Miranda July

Welches Leben können wir wirklich leben, wenn wir auf die kleine Stimme in unserem Kopf hören? Eine Teilantwort auf diese Frage liefert die amerikanische Autorin Miranda July in ihrem Roman Auf allen vieren. Wir begleiten darin eine exzentrische Mittvierzigerin auf der Suche nach Freiheit – sowohl auf beruflicher als auch auf privater Ebene. Ein Buch, das sich wie ein Abenteuerroman liest und voller bissigem Humor steckt. Fast ein bisschen verstörend.

Auf allen vieren, ein Buch von Miranda July, übersetzt von Stefanie Jacobs, erschienen im Verlag Kiepenheuer&Witsch.

Foto: @emsrecentlyred


„Heart Lamp“ von Banu Mushtaq

In zwölf Kurzgeschichten erforscht die Autorin Banu Mushtaq den Alltag von Frauen und jungen Mädchen der islamischen Gemeinschaft im südlichen Indien. Es sind berührende Porträts, die auch die Spannungen aufzeigen, die zwischen der jungen Generation und den manchmal konservativeren Großeltern entstehen können.

Heart Lamp, eine Kurzgeschichtensammlung von Banu Mushtaq.

Foto: @karosreads

„Convent Wisdom“  Wie Nonnen aus dem 16. Jahrhundert dein Leben verändern können von Ana Garriga und Carmen Urbita

Es gibt keinen besseren Zeitpunkt als den Frühlingsanfang, um ein bisschen in sich zu gehen und Selbstreflexion zu betreiben. Die beiden Autorinnen schlagen hier vor, unsere Probleme von heute (berufliche Sorgen, das zwanghafte Verlangen nach Schlankheit oder auch Streitigkeiten mit Freunden) mit denen der Nonnen des 16. und 17. Jahrhunderts zu vergleichen. Lektionen, die uns helfen, unser Leben zu verändern, wie der Untertitel dieses ebenso witzigen wie klugen Buches suggeriert.

Convent Wisdom, ein Essay von Ana Garriga und Carmen Urbita, übersetzt von Sascha Albrecht, erschienen im Gutkind Verlag.

„Die Perfektionen“ von Vincenzo Latronico

In diesem Roman, der sich in einem Rutsch liest, taucht der Autor in das Leben eines Expat-Paars und die damit einhergehenden Desillusionen ein. Ein Buch, das keine Scheu hat, die Widersprüchlichkeiten der Protagonist*innen offenzulegen und dabei gleichzeitig eine beinah entomologische Sichtweise auf eine bestimmte Generation einzunehmen (Hallo, liebe Millennials!).

Die Perfektionen, ein Roman von Vincenzo Latronico, übersetzt aus dem Italienischen von Verena von Koskull, erschienen im Claassen Verlag.

Foto: @erwandesplanques

„L’appel des Odeurs“ von Ryoko Sekiguchi

In diesem Essay, das sich eher wie eine Erzählsammlung liest, präsentiert die Autorin eine Art Dufttagebuch bzw. Tagebuch der Gerüche. Es ist eine echte Entdeckungsreise durch Geschichten und traumhafte Erzählungen, bei der man nie weiß, was biografisch ist und was nicht. Eine Reise der Sinne, die sich in den ersten schönen Tagen voll auskosten lässt.

L’appel des odeurs, ein Essay von Ryoko Sekiguchi erschienen bei P.O.L.(noch nicht in Dtl. erschienen).

Foto: @matinlecture

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