Die Sommerferien stehen vor der Tür, deshalb haben wir die perfekte Lektüreliste für euch zusammengestellt. So könnt ihr euren Urlaub (so richtig) genießen. Ganz gleich, wohin die Reise geht. Macht euch Notizen.
Titelbild: Alice Kotlyarenko
J’attends toujours le printemps (zu Deutsch etwa: Ich warte noch immer auf den Frühling) von Robert Doisneau
In dieser Sammlung von Briefen an den Musiker Maurice Baquet beschreibt der Fotograf einen bewegenden Alltag, aus dem er immer wieder die Inspiration für seine Kunst schöpft. Ein Briefwechsel, der die Geschichte einer aufrichtigen Freundschaft nachzeichnet.
Foto: @alexane.pelissou


Fremde: Die Geschichte einer Ehe von Belle Burden (Übersetzung: Charlotte Breuer)
Kennt man die Person, die man heiratet, eigentlich wirklich? Als Belle Burden erfährt, dass ihr Ehemann sie betrogen hat und sie verlässt, bricht alles zusammen, woran sie je geglaubt hat. Auf der Suche nach Vorzeichen nimmt sie ihre Ehe rückblickend unter die Lupe und lässt sie in allen Einzelheiten Revue passieren.
Foto: @primedtobuy
Voir Venir (zu Deutsch etwa: Abwarten) von Lucile Novat
Nach ihrem im letzten Sommer von uns empfohlenen Essay Dass ich dich besser fressen kann. Rotkäppchen revisited (Übersetzung: Nadine Püschel) legt Lucile Novat nun einen einzigartigen ersten Roman vor. Wir begleiten darin Vanessa, die als Aufseherin in dem Mädchenpensionat La Légion d’honneur arbeitet. Sie lernt dort vier Internatsschülerinnen näher kennen. Ihre Leben vermischen sich immer mehr, bis es eines Tages zu einer Tragödie kommt.
Foto: @leonorechirolperrain


Judith und Hamnet von Maggie O’Farrell (Übersetzung: Anne-Kristin Mittag)
Sie haben den Film gesehen, aber das Buch noch nicht gelesen? Dann wird es jetzt höchste Zeit. Für alle, die die Geschichte noch nicht kennen, gibt es hier eine kurze Zusammenfassung: Wir begleiten in dem Buch Agnes durch ihr Leben, ihre Heirat, die Geburt ihrer drei Kinder und die Tragödie, die ihr Dasein für immer verändern wird. Ein erschütternder Roman, den jede und jeder gelesen haben sollte.
Foto: @annawithabook
La bonne mère (zu Deutsch etwa: Die gute Mutter) von Mathilda Di Matteo
Eine Geschichte über eine Mutter und ihre Tochter, die aus zwei Blickwinkeln erzählt wird: aus der Sicht der Tochter Clara und aus der Sicht der Mutter Véro, die in ihrem Leben noch nie aus Marseille herausgekommen ist. Ein ebenso nostalgisches wie lustiges Buch. Perfekt für heiße Sommertage.
Foto: @gwen13july


Über die Berechnung des Rauminhalts I von Solvej Balle (Übersetzung: Peter Urban-Halle)
Dieser Band ist der erste von sieben. Der Roman erzählt die Geschichte von Tara Selter, die aus einem mysteriösen Grund in einer Zeitschleife festsitzt und immer wieder den 18. November erlebt. Die gute Nachricht: Es sind bereits mehrere Bände erschienen, sodass ihr eurer Leselust noch weiter frönen könnt.
Foto: @kyg.docx
Die Postkarte von Anne Berest (Übersetzung: Michaela Meßner und Amelie Thoma)
Ein Roman, in den man sich im Sommer am Strand wunderbar vertiefen kann. Alles beginnt mit einer anonymen Postkarte, auf der die Vornamen der Großeltern, der Tante und des Onkels der Schriftstellerin stehen. Sie alle kamen in Auschwitz ums Leben. Wer könnte die Postkarte geschickt haben? Und warum? Eine ganz persönliche Suche nach der Antwort auf viele Geheimnisse.
Foto: @_clairoute_


Reservoir Bitches von Dahlia de la Cerda (Übersetzung: Johanna Malcher)
In dieser Sammlung ineinander verstrickter Novellen beschreibt die Autorin den Alltag von dreizehn mexikanischen Frauen, der von zahlreichen Gewalttaten geprägt ist. Eine mit schwarzem Humor gefärbte Sozialkritik und eine faszinierende Exploration der Wut.
Foto: @zoreadsbooks
Servir les riches (zu Deutsch etwa: Die Reichen bedienen) von Alizée Delpierre
In diesem gut recherchierten Essay schildert die Soziologin den Alltag des Personals in den Haushalten wohlhabender Menschen. Da sind einerseits diejenigen, die einen Platz in einem Haushalt gefunden haben, in dem man ihnen mit Wohlwollen begegnet, und andererseits die weniger Glücklichen, die an die falsche Tür geklopft haben. Ihnen allen gemein sind Geschichten, die von Herrschaftsverhältnissen und Widerstand zeugen.
Foto: @editionsladecouverte


Capitale de la douceur (zu Deutsch etwa: Die Hauptstadt der Sanftheit) von Sophie Fontanel
Vor der Küste von Porquerolles liegt die kleine Insel Île du Levant. Hier leben zwei Welten nebeneinander: Das Militär nutzt 95 % des Geländes, während die Zivilisten hierherkommen, um nackt zu baden und spazieren zu gehen. Wie zeigt sich Sanftheit in unserer heutigen Welt? Im Mittelpunkt dieses intimen Romans wird die Nacktheit zu einem Mittel, um sich auf andere, ungefilterte Weise mitzuteilen.
Foto: @juste_un_chapitre
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