Neue Modelle #2: Ode an das afrikanische Know-how mit Ômol

OMOL ARCHIVE - WEAREOMOL CLOTHING-25

In diesem Jahr 2020 lancieren wir NEUE MODELLE, eine Reihe von Porträts und Interviews von und mit Menschen und Initiativen, die das Bild der Welt von morgen prägen. Mode, Food oder Design … welche Produktionsalternativen gibt es? Mit welchen können wir etwas bewegen, und warum?

Unser zweiter Abstecher in diesem Rahmen führte uns zu Nathalie Moth, der Mitgründerein der Marke ÔMOL. Die Modelle der Marke für Konfektionskleidung und Accessoires werden in Paris designt und in Kamerun hergestellt. Sie fördern die afrikanische Handwerkskunst und ihre Kreativität und tragen zur Entwicklung des Einzelhandels auf dem afrikanischen Kontinent bei.

Entdecken: Ômol E-Shop

In einem der 250 kamerunischen Dialekte, die das Land zählt, bedeutet „ômol“ „junges Mädchen“ oder „junge Dame“. Und genau diese möchten die Schwestern Nathalie und Gladys Moth mit der von ihnen gegründeten Mode- und Accesoire-Marke Ômol, die afrikanische Handwerkskunst mit in Paris entworfenen Stücken verbindet, zelebrieren. Ihre in Kamerun, genauer gesagt in Douala, hergestellten Kollektionen, sind eine fröhliche Hommage an die Kühnheit der Frauen, aller Frauen. „Ômol ist eine lebendige, mitreißende und farbenfrohe Marke“, erklärt Nathalie, „Unsere Produkte sind charakteristisch und leicht erkennbar. Sie brauchen keinen besonderen Anlass, um getragen zu werden: Unsere Kundinnen sind Anlass genug“. Unapologetic, stolz und authentisch: Die Teile von Ômol sind das Abbild ihrer Kundinnen, eine Ode an den weiblichen Körper. „Seit unserer Gründung 2018 führen wir die Größen 34 bis 46, eine Seltenheit für eine Designermarke“, erläutert Nathalie, und fügt hinzu: „Die von Ômol angebotenen Konfektionsgrößen entsprechen den Bedürfnissen französischer und kamerunischer Frauen, niemand wird ausgeschlossen.“ Ein integrativer Ansatz, der in der Zukunft weiter ausgebaut werden soll.

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Zwei Jahre nach der Gründung besetzt Ômol eine Nische, die von den Modehäusern bislang allzu sehr vernachlässigt wurde: die einer Kreation und Produktion im Zusammenwirken mit dem afrikanischen Kontinent. Wir gehen weit über das einfache „Made in Africa“ hinaus, das nicht immer viel aussagt“, erklärt uns Nathalie. Die sowohl auf Frankreich als auch auf Afrika ausgerichtete Marke wurde für eine größtmögliche Zahl von Kundinnen zugänglich gemacht, insbesondere durch die Bereitstellung neuer Zahlungsarten, von der klassischen Kreditkarte oder dem PayPal-Konto bis hin zur Zahlungsanweisung und Western Union. „Das Ziel von Ômol ist es, in allen Bereichen demokratisch und erschwinglich zu sein, vom Größenangebot über die Preisgestaltung bis hin zu den Zahlungsarten“. Ein kurzer Blick in den E-Shop veranschaulicht und bestätigt dies, denn selbst die aufwändigsten Kleider liegen bei unter hundert Euro. Dies geht jedoch keinesfalls auf Kosten der Qualität: „Alle unsere Modelle werden in unserem Pariser Studio designt und anschließend in unseren Nähateliers in Douala gefertigt. Es ist ein wechselseitiges Lernen“.

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